In seinem Gastkommentar in DiePresse analysiert Univ.-Prof. Harald Fadinger die jüngst vorgelegte Industriestrategie der österreichischen Bundesregierung. Zwar sei es grundsätzlich zu begrüßen, dass Industriepolitik wieder stärker in den Fokus rückt, doch sieht Fadinger ein zentrales, altbekanntes Problem: Eine Strategie, die zu viele Ziele gleichzeitig verfolgt, läuft Gefahr, ihre Wirkung zu verfehlen – ganz nach dem Motto, wer zwei Hasen jagt, fängt am Ende keinen.
Er plädiert daher für eine stärkere Fokussierung auf ausgewählte Bereiche mit komparativen Vorteilen sowie für eine konsequente Evaluierung der gesetzten Maßnahmen. Zudem betont Fadinger, dass strukturelle Eingriffe der öffentlichen Hand einen effizienten und kompetenten Verwaltungsapparat erfordern. Letztlich, so sein Fazit, verliere selbst die beste Industriestrategie ohne eine überzeugende Umsetzung in der Verwaltung ihre Wirkung.
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