Lehrveranstaltungen (LV)

Individuelle Vertiefung (BW/IBW)

Die Individuelle Vertiefung umfasst 30 ECTS-Punkte und soll Studierenden der Bachelorstudien BW und IBW (Curricula 2014) die Möglichkeit bieten, ihr Studium an ihre persönlichen Interessen anzupassen. Dadurch kann späteren Berufswünschen besser gerecht werden.   

Gestaltungsmöglichkeiten

Studierende haben unterschiedliche Möglichkeiten, die Individuelle Vertiefung zu absolvieren. Allerdings ist zu beachten, dass keine Lehrveranstaltung als Individuelle Vertiefung gewählt werden darf, die als Pflicht- oder Wahlpflichtlehrveranstaltung im Curriculum des jeweiligen Studiums vorkommt. Werden die Lehrveranstaltungen im Rahmen der freien Wahlfächer gewählt, müssen diese studienerweiternden oder studienvertiefenden Inhalt haben.

Sollte keine der folgenden Möglichkeiten passend für Sie sein, kontaktieren Sie bitte das StudienServiceCenter, bevor Sie mit der Individuellen Vertiefung beginnen.

Erweiterungscurricula mit 30 ECTS

Sie wählen aus dem gesamten Angebot der Universität Wien Erweiterungscurricula im Ausmaß von 30 ECTS aus. Dabei stehen Ihnen auch Erweiterungscurricula anderer Fakultäten offen.

Sie können zwischen einem großen Erweiterungscurriculum mit 30 ECTS oder zwei kleinen Erweiterungscurricula mit jeweils 15 ECTS wählen.

Um die Erweiterungscurricula absolvieren zu können, müssen Sie sich dafür über U:SPACE unter dem Menüpunkt "Studium" und "Erweiterungscurricula" registrieren.
Eine Auflistung aller Erweiterungscurricula finden Sie auf der Website des Student Point.

Erweiterungscurriculum mit 15 ECTS

Sie wählen nur ein kleines Erweiterungscurriculum mit 15 ECTS und absolvieren die restlichen 15 ECTS in Form

  • eines Auslandsaufenthaltes
  • oder eines Auslandspraktikums
  • oder von freien Wahlfächern. 

Als freie Wahlfächer können alle Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der Fakultät sowie der Universität Wien gewählt werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Lehrveranstaltungen, die einen vergleichbaren Inhalt wie die Pflicht- und Wahlpflichtfächer Ihres Studienplans haben, NICHT als freie Wahlfächer angerechnet werden können. 

Beispiel: Sie haben im Zuge Ihres Studiums die Pflichtlehrveranstaltung "Grundzüge des Rechts" an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften absolviert. Die entsprechende Einführungsvorlesung der Fakultät für Rechtswissenschaften können Sie sich daher NICHT als freies Wahlfach anrechnen lassen. Ähnliches würde für inhaltsgleiche Fächer aus Soziologie, Sprachen, etc. gelten.

Die gewählten Lehrveranstaltungen müssen studienerweiternden oder studienvertiefenden Inhalt haben.
Wenn Sie sich Ihre freien Wahlfächer aus dem Angebot der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften aussuchen, achten Sie darauf, dass es sich um Lehrveranstaltungen aus den Bachelorstudien handelt. Lehrveranstaltungen aus den Masterstudien können nur mit spezieller Genehmigung der Studienprogrammleitung angerechnet werden.

Berufsfelder

Sie absolvieren das Modul C.3. gemäß Vorschlag im Curriculum mit einem weiteren Berufsfeld aus dem Angebot des Studienplans (24 ECTS) und absolvieren die restlichen 6 ECTS mit freien Wahlfächern (= Alternativen Erweiterungen) oder Auslandspraktika.

Auslandssemester

Sie verbringen ein Semester Ihres Studiums im Ausland (Erasmus, etc.) und absolvieren dort freie Wahlfächer im Wert von mindestens 15 und maximal 30 ECTS. Wenn Sie 30 ECTS absolviert haben, ist das Modul erfüllt.

Absolvieren Sie unter 30 ECTS (zumindest jedoch 15 ECTS), dann füllen Sie die restlichen 15 ECTS mit freien Wahlfächern auf.

Erbringen Sie genau 15 ECTS im Ausland, können Sie auch ein kleines Erweiterungscurriculum mit 15 ECTS absolvieren.

Auslandspraktikum

Wenn Sie ein Auslandspraktikum absolvieren, können Ihnen dafür 3 ECTS pro Monat angerechnet werden. Das Praktikum darf dabei höchstens 6 Monate dauern, was eine maximale Anzahl von 18 ECTS (3x6=18) ergibt. Bitte wenden Sie sich vor Antritt Ihres Praktikums an die Studienprogrammleitung, um alle Details zu klären und sicher zu stellen, dass Ihnen Ihre Auslandserfahrung später angerechnet werden kann.

Wenn Sie mindestens 15 ECTS durch Ihr Praktikum gesammelt haben, können Sie den Rest auf 30 ECTS mit freien Wahlfächern auffüllen. 

Haben Sie weniger als 15 ECTS gesammelt, müssen Sie zumindest 15 ECTS anderweitig strukturiert erbringen. Strukturiert bedeutet, dass Sie mindestens 15 ECTS beispielsweise im Rahmen eines Erweiterungscurriculums, eines Praktikums, eines Berufsfeldes oder eines Auslandssemesters, etc. erbringen. Die restlichen ECTS, die Ihnen auf die insgesamt 30 ECTS fehlen, können Sie mit freien Wahlfächern auffüllen.

Beispiel: Sie erhalten 9 ECTS im Rahmen eines Auslandspraktikums. Nun müssen Sie 15 ECTS strukturiert, z. B. durch die Wahl eines Erweiterungscurriculums erbringen. Die fehlenden 6 ECTS können Sie durch freie Wahlfächer abdecken.

Sprachen-Grundkurse

Für die Individuelle Vertiefung kann der Grundkurs einer Sprache nur dann angerechnet werden, wenn das Modul „Wirtschaftskommunikation“ (WIKO) NICHT in dieser Sprache gewählt wurde.
Eine Ausnahme besteht für Studierende, die vom Curriculum aus dem Jahr 2011 auf das aus dem Jahr 2014 umsteigen. Da in den Curricula 2011 keine freien Wahlfächer vorgesehen waren, dürfen alle bereits absolvierten WIKO-Grundkurse auch in der Individuellen Vertiefung anerkannt werden.
WIKO Kurse, die Sie für die individuelle Vertiefung machen, dürfen nicht in der Muttersprache absolviert werden.

Bitte beachten Sie weiters, dass Wirtschaftsdeutsch NICHT als freies Wahlfach verwendet werden kann.

Repetitorien der Fakultät

Repetitorien der Fakultät dürfen, da es sich um vertiefende Kurse handelt, für die individuelle Vertiefung verwendet werden, sofern sie sich NICHT inhaltlich mit Pflicht- oder Wahlpflichtkursen des Studiums überschneiden (wie es z. B. bei den Repetitorien Mathematik und Statistik der Fall ist).

Umstieg von Curriculum 2011 auf Curriculum 2014

Wenn Sie von einem Curriculum aus dem Jahr 2011 auf eines aus dem Jahr 2014 umsteigen, können Sie sich Lehrveranstaltungen, welche nicht im Curriculum 2014 enthalten sind, als Individuelle Vertiefung anrechnen lassen.

Dabei können zwei verschiedene Fälle eintreten:

  1. Ihnen wurden im Rahmen Ihres Umstieges bis zu 15 ECTS als Individuelle Vertiefung anerkannt.
    Dann müssen die fehlenden 15 ECTS in strukturierter Form, also im Rahmen eines Erweiterungscurriculums, Auslandspraktikums oder eines weiteren Berufsfeldes erbracht werden.
  2. Ihnen wurden im Rahmen Ihres Umstiegs bereits mehr als 15 ECTS als Individuelle Vertiefung anerkannt. Dann können die restlichen Kurse im Wert von 15 ECTS durch frei zu wählende Fächer absolviert werden.

Kontrolle des Prüfungspasses

Bitte beachten Sie, dass es in der Verantwortung jedes einzelnen Studierenden liegt, die Regelungen der Studienprogrammleitung hinsichtlich der Individuellen Vertiefung einzuhalten.

Auch die Überprüfung, ob alle notwendigen Prüfungsleistungen absolviert wurden, muss durch die Studierenden selbst erfolgen. Das StudienServiceCenter kann erst nach Absolvierung aller Prüfungen und der Einreichung der schriftlichen Abschlussarbeit eine Kontrolle auf Vollständigkeit der absolvierten Prüfungen vornehmen.