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Freitag, 14. Mai 2010, 9.30 Uhr, Senatssaal: Wer würde sein Geld jemanden anvertrauen, wenn er sich nicht sicher wäre, es wiederzubekommen?

Am 14. und 15. Mai 2010 findet an der Universität Wien die Jahrestagung der Österreichischen Nationalökonomischen Gesellschaft statt. Zentrales Thema der Konferenz ist die gegenwärtige Wirtschaftskrise. Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierennamhafte Ökonomen ihre Überlegungen zu Fragen wie: "Vertrauen die ÖsterreicherInnen noch dem heimischen Bankensystem?", "War die Finanzkrise vorhersehbar?" und "Welche Folgen hat die Finanzkrise für den Wettbewerb?"

Im Rahmen der Pressekonferenz werden zu den oben genannten Fragen drei aktuelle Forschungsarbeiten von heimischen Ökonomen vorgestellt:

Gunther TICHY, Universität Graz, spricht zur Prognostizierbarkeit von Finanzkrisen: Auslöser der aktuellen Krise war der plötzliche weltweite Zusammenbruch des Vertrauens zwischen den Banken. Dazu kam das Zusammentreffen mehrerer Teilkrisen, von der
Hauspreisblase bis zu Exzessen nach der Deregulierung des Finanzsektors. Die meisten dieser Teilkrisen wurden sehr wohl prognostiziert, nicht jedoch ihr Zusammentreffen und nicht das Ausmaß ihrer Folgen.

Markus KNELL und Helmut STIX von der Österreichischen Nationalbank präsentieren eine Studie zum Vertrauen der ÖsterreicherInnen in das heimische Bankensystem: Wer würde sein Geld jemanden anvertrauen, wenn er sich nicht sicher wäre, es wiederzubekommen? Ein Vertrauensverlust hätte weitreichende Folgen sowohl für das Bankensystem als auch für die gesamte Volkswirtschaft. Vor diesem Hintergrund wird die Vertrauenssituation in Österreich durchleuchtet.

Karl AIGINGER, Michael BÖHEIM (beide Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) und Gunther TICHY (Universität Graz) stellen zehn Thesen zu den wettbewerbspolitischen Konsequenzen der Finanzkrise vor. Zwei davon vorweggenommen: Die Rahmenbedingungen der Wettbewerbspolitik haben sich grundlegend geändert und freie Märkte bedürfen eines starken Staates.

Teilnehmer am Pressegespräch:
Gerhard CLEMENZ, Universität Wien
Gunther TICHY, Universität Graz
Markus KNELL, Österr. Nationalbank
Michael BÖHEIM, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

ZEIT: Freitag, 14. März 2010, 9.30 Uhr
ORT: Senatssaal der Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien

Weitere Programmpunkte der Konferenz (14. Mai, Großer Festsaal der Universität Wien),
für JournalistInnen frei zugänglich:

Lars-Hendrik RÖLLER (European School of Management and Technology, früherer Chefökonom der Generaldirektion Wettbewerb der EU in Brüssel) spricht um 11 Uhr im Eröffnungsvortrag zum Thema "Challenges in EU Competition Policy".

PODIUMSDISKUSSION "Neue Herausforderungen für Regulierung und Wettbewerbspolitik" (16 Uhr): Thomas Heissenberger (OMV), Theodor Thanner (Generaldirektor der Bundeswettbewerbsbehörde) Peter Klune (Telekom Austria) und Klaus Gugler (Wirtschaftsuniversität Wien). Moderation: Gerhard Clemenz (Universität Wien).

Vortrag von Paul KLEMPERER (Nuffield Collge, University of Oxford) um 18 Uhr: "Creating Competition".

Information und Programm der Tagung unter: www.noeg.ac.at

Kontakt:
O. Univ.-Prof. Mag. Dr. G. Clemenz
Institut für Volkswirtschaftslehre
1210 Wien, Brünner Straße 72
T +43-1-4277-374 65
gerhard.clemenz@univie.ac.at
homepage.univie.ac.at/Gerhard.Clemenz/

Rückfragehinweis:
Mag. Veronika Schallhart
Öffentlichkeitsarbeit
Universität Wien
1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1
T +43-1-4277-175 30
M +43-664-602 77-175 30
veronika.schallhart@univie.ac.at

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

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