Die Krise hat viele Gesichter: Kursstürze, Wertverluste, manchmal auch das Verschwinden von Arbeitsplätzen. Es gibt aber auch, wenig bekannt, innovative Entwicklungen. Immer wenn Währungen und Volkswirtschaften in Schwierigkeiten geraten, entstehen eigene, neue Wirtschaftszirkel: Neue, lokale Währungen, ein neues, regional begrenztes Gutschein-System, oder so wie in unserem Fall aus Niederösterreich: ein neuer, sogenannter "Tauschkreis". Gleichgesinnte schließen sich zusammen und bieten an, was sie leisten können: Als Währung dient nicht Geld, sondern die aufgewendete Zeit. Was originell klingt, birgt für den Fiskus so seine Tücken: Denn der schaut bei jedem "Geschäft" durch die Finger und sieht das steuerfreie System der "Nachbarschaftshilfe" gänzlich Überhand nehmen.
ORF2-Sendung „Eco“ vom 18.8.2011 mit einem Interview mit Mag. (FH) Josef Baumüller vom Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Wien zum Thema „Tauschen statt kaufen“.
Kurzlebenslauf:
Mag. (FH) Josef Baumüller
Studium am FH-Studiengang für Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen in Wien.
Ab 2006 Praxisjahre in der Österreichischen Caritas-Zentrale, bei Contrast Management-Consulting im Bereich Non-Profit und
Public Management und bei der Windkraft Simonsfeld AG.
Seit September 2010 Assistent am Institut
für Betriebswirtschaftslehre der Universität
Wien, Lehrstuhl für Externes
Rechnungswesen.

